Hintergrundbild Beton Profilfoto Header Thomas Verasani am 29. November 2020 Gemeinsam weiterkommen. in den Stadtrat von Bern Was mir wichtig ist: Arbeitsplätze erhalten Bern soll das Gewerbe sinnvoll unterstützen, damit Arbeits- und Ausbildungsplätze trotz Corona erhalten bleiben.
 Bern schrittweise digitalisieren
 Bürokratische Abläufe sollen konsequent vereinfacht
 und digitalisiert werden. Platz für Innovation Bern benötigt «Platz für Innovation», um die Technologien für die Stadt von morgen zu testen. Liste 12 Kand.-Nr. 12777

«Freihandelszonen»

Eine Idee gegen Bürokratie

Polizeistunde, Verlängerungskosten, Lärmvorgaben, Sicherheitsvorgaben, Rauchverbot… Ach, in der Stadt Bern finden Vorschriften kein Ende. Dazu werden Parolen von Andersdenkenden gesäät: So wird beispielsweise behauptet, dass arbeitende und Geld verdienende Menschen Sklaven sind. Wer in der Nacht arbeitet, tut dies angeblich nur, um sich ausbeuten zu lassen. Arbeiten ist schlecht und man darf keinen Spass dabei haben. Die Gehirnwäsche zeigt Wirkung. Bern wird «ordentlich», Geschäfte schliessen ihre Pforten, das Nachtleben stirbt nach und nach aus und die Jugend wird schockierend brav und verkrampft. Gelegentlich säuft sich diese ins Koma, fährt in den Quartieren Autorennen oder rebelliert mit einem sichfreitanzenden Anlass, der auch mal in ein Chaos enden kann; aber was soll man sonst in einer öden Stadt machen? Alles ist ja schlecht oder verboten.

Ich habe selber während 7 Jahre unregelmässig gearbeitet, meist in der Nacht oder auch Wochenenden. In jungen Jahren hatte dies durchaus Vorteile. Auch am Sonntag kann arbeiten – man mag es kaum glauben – Vorteile haben. Als Ausgleich kann man Sport oder Ausflüge an Tagen unternehmen, an denen nicht alles überrannt ist (weil dann alle Anderen am Arbeiten sind).

Das Nachtleben sollte man in jungen Jahren und ohne Verpflichtungen ausgiebig geniessen können. Vorschriften wie die frühe Polizeistunde oder Lärmvorgaben in den Gassen haben sehr viele negative Nebenwirkungen: Menschen, die uns z.B. die Nutzung des öffentlichen Verkehrs an Wochenenden oder in der Nacht ermöglichen, beraubt man der Möglichkeiten, das Nachtleben zu geniessen. Gastronomen oder Clubbetreiber werden abgeschreckt, in Bern überhaupt ein Geschäft zu betreiben. Der Ärger ob den vielen Vorschriften ist vorprogrammiert.

Ich fordere deshalb:

  • Bern braucht «Freihandelszonen» für das Nachtleben (ohne Polizeistunde oder Lärmvorgaben)
  • Bern braucht «Freihandelszonen» für Veranstaltungen (ohne Bewilligungspflicht)
  • Bern braucht «Freihandelszonen» für Gewerbe (mit liberalen Öffnungszeiten)

Wo ist eine Markthalle oder eine offene Bühne? In welcher Gartenbeiz kann mal im Sommer länger sitzen bleiben, ohne Rücksicht auf Anwohner nehmen zu müssen?

Bern braucht diese «Freihandelszonen», um lebenswert zu bleiben.

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